Der vorliegende Bericht ist eine Zusammenfassung des Vortrags, den Herr Dr. Michael Biste, Berater der Empresa Minera (Bergbau) AG auf dem Geologischen Kongress Boliviens im Oktober halten wird. Die fünf Bergbaukonzessionen Johannes, Colonia, Berlin und Bremen befinden sich im Granitgebiet Ostboliviens, welches Gegenstand des Vortrags ist.
Granitische Gesteinsformationen gibt es auf allen präkambrischen Schilden der Erde. Aber nur wenige enthalten Lagerstätten der Metalle Sn, Ta und W. Etwa die Hälfte des präkambrischen Schilds Ost-Boliviens, der eine Größe von 220.000 km2 besitzt, besteht aus Granitgestein (Abb. 1, Tab. 1).
In den Provinzen Guarayos, Ñuflo de Chavez und Velasco sind ausserdem Lagerstätten dieser Metalle bekannt (Abb. 1, Tab. 2). Die vorhandenen petrochemischen Daten erlauben die Bestimmung des magmatischen Differentationsgrades der Gesteine und Aussagen über deren Lagerstättenpotenzial für die Metalle Sn, Ta und W zu machen.
Die Granite des Cerro Grande, Orobayaya und Casa de Piedra zeigen im Rb-Ba-Sr-Diagramm (Abb. 2) die stärkste geochemische Fraktionierung. Diese wird durch den Zinngehalt der Proben (Abb. 3) bestätigt, der zwischen 5 und 15 ppm liegt, und damit bis zu fünf mal gößer als die Clarkzahl für granitische Gesteine ist. Die Intrusionskörper befinden sich am West- bzw. Südwestrand des Amazonasschildes längs des äußersten und jüngsten tektonisch-magmatischen Bogens mit Sunsas-Alter (1.20-0.95 Ga).
Diese könnten im Kontaktbereich erhöhte Konzentrationen von Sn, Ta und W und entsprechende Vererzungen enthalten. Die Region besitzt also Lagerstättenpotenzial für diese Metalle. Es sollten möglichst weiterführende petrochemische Untersuchungen durchgeführt werden um die Lagerstättenhöffigkeit genauer zu definieren und noch nicht entdeckte Vererzungskörper in vor allem bisher weniger untersuchten Gebieten ausfindig zu machen.




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