Und die Produktion aus Zentralafrika ist von der UNO seit 2001 mit Handelsbeschränkungen belegt, da der Bergbau dort ilegal und menschenunwürdig organisiert ist. Außerdem wird ein erheblicher Teil der Einnahmen zur Finanzierung des Bürgerkriegs benutzt. In der Zukunft wird es daher also sehr schwierig sein Tantalit aus “sauberen” Quellen beziehen zu können. Weitere Details zu dem Thema finden sich in dem sehr informativen Artikel unter: http://www.ttiinc.com/object/me_zogbi_20081208.html
Unter diesen Gegebenheiten kommen den Bergbaukonzessionen der Empresa Minera Bergbau A.G. in Ostbolivien besondere Bedeutung zu, da diese in einer präkambrischen Columbit/Tantalit-Lagerstättenprovinz liegen, positive Hinweise für an Pegmatit gebundene Tantalitressourcen aufweisen, leicht zugänglich sind und schnell erschlossen werden können. Die bisherigen Explorationsergebnisse deuten das Vorhandensein eines signifikanten Columbit/Tantalit-Ressource an.
Die Untersuchungen haben in den lezten Monaten in den Konzessionen Johannes-Colonia eine mehrere zehner Kilometer lange tektonische Scherzone nachgewiesen, an die ein Pegmatitschwarm gebunden ist. Dieser wurde bisher über eine Streichlänge von 3.5 km durch in 50 bis 100 m Abständen angelegten Schürfgräben aufgeschlossen. Die Beprobung hat ergeben, daß er columbit/tantalitführend ist. Bisher wurden 362 Proben aus dem verwitterten Pegmatit genommen. Die Schwerminerale wurden im Dezember 2008 durch manuales Waschen in der Pfanne vorkonzentriert. Die Konzentrate werden z.Zt. mineralogisch untersucht und sollen anschließend zur chemischen Analyse ins Labor geschickt werden. Die manuelle Aufbereitung einer 360 kg schweren Bulkprobe hat 242 g Columbit/Tantalitkonzentrat in der Kornfraktion +0.6 mm geliefert. Das entspricht einem Konzentratgehalt von etwa 671 g/t (feucht) im anstehenden verwitterten Pegmatit.
Die Firma beabsichtigt die Explorationsarbeiten in den nächsten Monaten zu beschleunigen. Es sollen die technischen Parameter des Tantalitresource bestimmt werden um noch bis Jahresende eine gravitative Waschanlage mit einer monatlichen Produktionskapazität von 2.0 t Konzentrat zu installieren. Diese soll dann später je nach Ausdehnung der Lagerstätte erweitert werden.
Die Empresa Minera Bergbau A.G. besitzt noch drei weitere Bergbaukonzessionen, die ebenfalls in Ostbolivien liegen und positive Hinweise für Tantalitpegmatite zeigen. Es ist geplant diese noch im laufenden Geschäftsjahr im Detail zu explorieren. Dafür hat die Firma die entsprechenden Umweltgenehmigungen bereits von den bolivianischen Behörden erhalten.
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