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02.11.2008 (ARD/tagesschau.de)
US-Drogenfahnder dürfen nicht mehr in Bolivien arbeiten
     

Die amerikanische Anti-Drogenbehörde DEA darf in Bolivien nicht mehr arbeiten. Der linksgerichtete Präsident Evo Morales beschuldigte die Behörde bei einem Besuch in Chimoré im Departement Cochabamba, einem Anbaugebiet von Kokablättern, die konservative Opposition finanziell zu unterstützen. Außerdem betreibe die DEA laut bolivianischen Geheimdienstberichten "politische Spionage". Morales betonte, die Souveränität Boliviens müsse verteidigt werden.

Regierungsmitglieder erklärten, die Aufkündigung der Zusammenarbeit bedeute aber nicht die Ausweisung der DEA-Beamten aus dem südamerikanischen Land.

 
 

Ausgezeichnetes Verhältnis?!?

DEA-Sprecher Garrison Courtney wies die Anschuldigungen von Morales zurück und betonte, seine Agenten hätten ein ausgezeichnetes Verhältnis zu ihren bolivianischen Kollegen. Die DEA habe bisher noch keine offizielle Mitteilung über die angekündigte Maßnahme erhalten. Sie habe in Bolivien nur Berater, die mit den örtlichen Behörden zusammenarbeiteten.

Erst im September hatte Morales US-Botschafter Philip Goldberg wegen seiner Kontakte zur Opposition in an Bodenschätzen reichen Departements, die die Unabhängigkeit von der Zentralregierung anstreben, zur unerwünschten Person erklärt. Im Oktober untersagte die bolivianische Regierung die Luftüberwachung von Kokaanbaugebieten durch DEA-Flugzeuge.

In der vergangenen Woche strichen die USA dem südamerikanischen Land wichtige Handelsvorteile. Als Grund wurden mangelnde Fortschritte im Kampf gegen den Drogenanbau angeführt. Morales unterstrich dagegen, Bolivien habe zwischen Januar und Oktober rund 5000 Hektar illegale Kokapflanzungen gerodet.

 
Quelle: tagesschau.de / 02.11.2008 / Erstes Deutsches Fernsehen (ARD)
 
   
   
 
 

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