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15.06.2008 (Em)
Neuer Tätigkeitsbericht von Dr. Michael Biste (01.05. bis 31.05.2008)
     

Am heutigen Tage veröffentlichte Dr. Michael Biste, unser beratender Geologe, seinen neuen Tätigkeitsbericht für alle Aktivitäten, die im Zeutraum 01.05.2008 bis 31.05.2008 in Bolivien absolviert wurden. Den Gesamtbericht inkl. aller Fotos, Grafiken und Erläuterungen können Sie hier downloaden.

Einleitung

Die Explorationstätigkeit in den Konzessionen Johannes-Colonia wurde wie geplant weitergeführt. An zwei Tagen konnte wegen starkem Regenfall nicht gearbeitet werden. Das fehlende Mittelstück der Brücke über den Rio Grande wurde eingesetzt. Diese soll bis November dieses Jahres in Betrieb genommen werden.

Projekt Johannes-Colonia
Arbeitsfortschritt

Das Geländeteam bestand aus einem Geologen, zehn Arbeitern und zwei Fahrern. Für die topographische Geländeaufnahme wurde ein Topograph auf Zeit engagiert, ebenso ein Geologe zur Erstellung einer Explorationsdatendatei und kartographischen Darstellung von Topographie und geologischen Kartierungsergebnissen.

Das Ausheben der Untersuchungsgräben querschlägig zur vererzten Struktur/Formation wurde fortgesetzt, ebenso deren geologische Kartierung. Die nachstehende Tabelle verdeutlicht den Arbeitsfortschritt.

     
     
 
Tabelle 01: Geländearbeiten die bisher in den Konzessionen
Johannes und Colonia ausgeführt wurden
     
     

Ergebnisse

Die topographische Geländeaufnahme weißt einen Gesamtfortschritt von etwa 80% auf. Figur 01 zeigt eine Höhenlinienkarte. Der zentrale Teil der beiden Konzessionen wird von einem NW/SE verlaufendem Höhenzug beherrscht, der dem Quarzkern einer etwa 2.3 km langen Pegmatitstruktur folgt. Diese wurde bisher in 100 m Abständen von querschlägigen Schürfgräben zwischen den Linien 45 SW und 61 SW, d.h. also über eine Streichlänge von 1.6 km, freigelegt.

Häufigstes Mineral ist Muskovit (Foto 02). Dieses wird in der südwestlichen Kontaktzone von einer sehr starken Turmalinisierung begleitet. Die maximale Mächtigkeit des Pegmatits beträgt 17 m in der Linie 47 SW. Der Kontakt auf der nordöstlichen Seite ist durch eine mehrere zehn Meter mächtige Zone von sehr stark oxidiertem Nebengestein gekennzeichnet (Foto 03). Im Gebiet der Konzession Colonia tritt grobkörniges Amphibolitgestein in großen Blöcken auf (Foto 04). Es bildet metamorphe konkordante Einlagerungen in der präkambrischen sedimentären Gesteinsabfolge.

Fig. 01 verdeutlicht, daß der relative Höhenunterschied in der Pegmatizone fast 100 m beträgt. Dies ist vorteilhaft für den zukünftigen Tagebau, da das Verhältnis zwischen vererztem Material und tauben Nebengestein sehr günstig sein wird. Die Darstellung zeigt auch, dass im Nordwesten und Südosten der Pegmatitzone tief eingeschnittene Täler vorhanden sind. Sie sind geeignet zum Bau kleiner Dämme für die Wasserversorgung der zukünftigen Mineralaufbereitung.

Ausblick

Die topographische Aufnahme soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Im selben Monat wird noch mit der Beprobung der Schürfgräben begonnen; mit folgenden Zielen:

  • Untersuchung der Gehalte an Cu, Zn, Pb, Au und Ag der stark oxidierten Gesteinsausbisse (Gossan). Erhöhte (anomale) Gehalte wären positive Indikatoren für tieferliegende Sulphidvererzungen.
  • Untersuchung der Gehalte an Ta, Nb und Sn des stark verwitterten Pegmatits. Erhöhte Gehalte wären positive Indikatoren für die entsprechenden Vererzungen.

Wirschaftliche & politische Entwicklung

Der Monat Mai war politisch sehr interessant. Am 04.05. fand im Departamento Santa Cruz ein Volksentscheid über eine Departamentalsverfassung statt. Diese wurde mit 85% der abgegebenen Stimmen angenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 69%. Im selben Monat beschloß der Senat im August eine Volksabstimmung durchzuführen. Der Souverän wird entscheiden, ob der Präsident, stellvertretende Präsident und die neun Präfekten im Amt verbleiben. Der US-Dollarkurs setzte seine Talfahrt weiter fort. Er lag Ende Mai bei 7.31 Bolivianos.

     
     
Download des Tätigkeitsberichtes von Herrn Dr. Biste (Ausgabe 05/08)
     
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