Ergebnisse
Die topographische Geländeaufnahme weißt einen Gesamtfortschritt von etwa 80% auf. Figur 01 zeigt eine Höhenlinienkarte. Der zentrale Teil der beiden Konzessionen wird von einem NW/SE verlaufendem Höhenzug beherrscht, der dem Quarzkern einer etwa 2.3 km langen Pegmatitstruktur folgt. Diese wurde bisher in 100 m Abständen von querschlägigen Schürfgräben zwischen den Linien 45 SW und 61 SW, d.h. also über eine Streichlänge von 1.6 km, freigelegt.
Häufigstes Mineral ist Muskovit (Foto 02). Dieses wird in der südwestlichen Kontaktzone von einer sehr starken Turmalinisierung begleitet. Die maximale Mächtigkeit des Pegmatits beträgt 17 m in der Linie 47 SW. Der Kontakt auf der nordöstlichen Seite ist durch eine mehrere zehn Meter mächtige Zone von sehr stark oxidiertem Nebengestein gekennzeichnet (Foto 03). Im Gebiet der Konzession Colonia tritt grobkörniges Amphibolitgestein in großen Blöcken auf (Foto 04). Es bildet metamorphe konkordante Einlagerungen in der präkambrischen sedimentären Gesteinsabfolge.
Fig. 01 verdeutlicht, daß der relative Höhenunterschied in der Pegmatizone fast 100 m beträgt. Dies ist vorteilhaft für den zukünftigen Tagebau, da das Verhältnis zwischen vererztem Material und tauben Nebengestein sehr günstig sein wird. Die Darstellung zeigt auch, dass im Nordwesten und Südosten der Pegmatitzone tief eingeschnittene Täler vorhanden sind. Sie sind geeignet zum Bau kleiner Dämme für die Wasserversorgung der zukünftigen Mineralaufbereitung.
Ausblick
Die topographische Aufnahme soll bis Mitte Juni abgeschlossen sein. Im selben Monat wird noch mit der Beprobung der Schürfgräben begonnen; mit folgenden Zielen:
- Untersuchung der Gehalte an Cu, Zn, Pb, Au und Ag der stark oxidierten Gesteinsausbisse (Gossan). Erhöhte (anomale) Gehalte wären positive Indikatoren für tieferliegende Sulphidvererzungen.
- Untersuchung der Gehalte an Ta, Nb und Sn des stark verwitterten Pegmatits. Erhöhte Gehalte wären positive Indikatoren für die entsprechenden Vererzungen.
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Wirschaftliche & politische Entwicklung
Der Monat Mai war politisch sehr interessant. Am 04.05. fand im Departamento Santa Cruz ein Volksentscheid über eine Departamentalsverfassung statt. Diese wurde mit 85% der abgegebenen Stimmen angenommen. Die Wahlbeteiligung lag bei etwa 69%. Im selben Monat beschloß der Senat im August eine Volksabstimmung durchzuführen. Der Souverän wird entscheiden, ob der Präsident, stellvertretende Präsident und die neun Präfekten im Amt verbleiben. Der US-Dollarkurs setzte seine Talfahrt weiter fort. Er lag Ende Mai bei 7.31 Bolivianos.
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