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04.03.2008 (Em)
BMO Chefstratege Coxe prognostiziert 20 Jahre Rohstoffboom
     

Donald Coxe von BMO Capital Markets, langjähriger Portfolio Strategist bei BMO Financial Group, hat beim jüngsten Gipfeltreffen der Rohstoffinvestoren bei der alljährlichen BMO-Konferenz in Miami, erneut einen bullischen Ausblick auf die Entwicklung der Rohstoffe gegeben. Seine These lautet, dass der Boom der Rohstoffe noch mindestens zwei Jahrzehnte andauern wird. Die aktuellen Übernahmen und Akquisitionsversuche bei den Metallproduzenten seien nur der Anfang.

In Miami ist soeben die alljährliche „Global Metals & Mining Conference" zu Ende gegangen. Vor sechs Jahren hatte Donald Coxe auf dieser traditionsreichen Konferenz von BMO Nesbitt den Boom der Rohstoffe und damit der beteiligten Bergbaugesellschaften vorausgesagt. Coxe ist der Meinung, dass die aufstrebenden Wirtschaftsmärkte, wie an vorderster Front China und Indien mit ihrem steigenden Bedarf, von größerem Gewicht sind als die Turbulenzen in Amerika.

Für ihn ist klar, dass der außergewöhnliche Rohstoffboom mindestens so lange andauern wird wie der Absturz der Rohstoffwerte, nämlich mindestens zwei Jahrzehnte. Vorher, so Coxe, könnte eine kurze „Verschnaufpause“ eintreten. Aufstrebende Nationen haben naturgemäß einen steigenden Bedarf an Rohstoffen, der gedeckt werden muss. Rohstoffe sind endlich, das heißt sie wachsen nicht nach.

     
 
Und viele der bedeutenden Rohstoffunternehmen haben bereits einen Großteil ihrer Ressourcen abgebaut. Oft finden sie für angemessene Kosten weniger neues Material als sie jährlich abbauen. Daher sind viele in den vergangenen Jahren dazu übergegangen Konkurrenten und Explorer mit gutem Ressourcenportfolio zu übernehmen. Dies sowie die hohen Metallpreise werde auf längere Sicht die Aktien der Produzenten unterstützen.

Aktuelle Beispiele für den Drang der Großen nach einer noch größeren Ressourcen- und Reservenbasis sind die geplante Übernahme der Schweizer-Britischen Xstrata durch den größten Eisenerzexporteur der Welt, Vale (früher Comp. Vale do Rio Doce, CVRD) aus Brasilien. Vale schlug bereits vor kurzem zu und einverleibte sich den kanadischen Nickelproduzenten Inco. Von noch größerer Dimension wäre ein Zusammenschluss von BHP Billiton mit Rio Tinto. Die australische BHP, Nummer eins in der Bergbaubranche der Welt, bekommt jedoch vor allem aus der chinesischen Stahlbranche Opposition, da diese fürchtet, dass nach der Übernahme der weltweiten Nummer zwei Rio die Australier die Preise für Eisenerz und Kohle noch stärker diktieren könnten.
 
 
Die gegenwärtig festzustellende Risikoaversion sei aufgrund der aus USA exportierten Subprime-Krise weltweit noch sehr hoch, so Coxe. Seiner Einschätzung nach dürfte sich dies in den nächsten Monaten allerdings verändern, vorausgesetzt dass die Rohstoffpreise auf ihrem hohen Niveau verbleiben.
 
 
Quelle: wallstreet-online.de | 04.03.2008
   
   
 
 

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