Die Juli-Studie der International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) unterstreicht abermals die knappe Versorgung der Weltmärkte mit Blei. Obwohl neue Bleiminen gebaut werden könnten, scheitern die Konzerne oft an der Genehmigung, da die giftigen Vorkommen meist in der Nähe von Wohngebieten liegen.
Da ist es nicht verwunderlich, dass der Branchenverband ILZSG nun in seiner Juli-Studie bekannt gab, dass sich der Bleimarkt im Jahr 2007 in einem erneuten Defizit befinden wird. Das Angebot ist also niedriger als die schnell steigende Nachfrage. Dieser Zustand hält dabei schon seit dem Jahr 2003 an. Heute sind die Lagerbestände bei Blei fast vollkommen leergefegt.
Nachfrage aus China ist enorm
Dabei ist die Knappheit alleine auf ein Land zurückzuführen: China. Dort wuchs die Nachfrage angesichts der rasanten Vergrößerung der dortigen Automobilzahlen in den ersten sieben Monaten dieses Jahres um 22,9%, in den USA ging sie hingegen um 6,9%, in Japan gar um 9,8% zurück. Im weltweiten Vergleich stieg die Bleinachfrage in diesem Zeitraum um 4%.
Das Angebot kann mit diesem Nachfragewachstum nicht mithalten. Die Bleiminen produzierten von Januar bis Juli 2007 2,3% mehr, die Bleiraffinerien erhöhten ihren Output um 3,5%. Doch ausgerechnet in China ging das Wachstum der Bleimetallproduktion zurück, auf 7,4%, von +12% im Jahr 2006 und +23% in 2005.
Zusammenfassung
In den ersten sieben Monaten gab es auf dem Weltmarkt ein Bleidefizit von 27,000 Tonnen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag das Defizit noch bei vergleichsweise moderaten 5,000 Tonnen. |